+++ Eilmeldung +++ Jean-Claude B. kurz vor Wechsel zu „Splendor“ +++


Die Schweizer Uhrenindustrie steht vielleicht vor dem spektakulärsten Personalwechsel seit der Quarzkrise. Was auf den Gängen der Baselworld nur getuschelt wurde, scheint an diesem Wochenende in trockene Tücher gepackt zu werden:

Jean-Claude B. (Name der Redaktion bekannt, sie weiß aber nicht, wie er ausgesprochen wird), die Manager-Ikone aus dem Hause LVMH (Sinn der Abkürzung ist der Redaktion nicht bekannt), wird von Branchen-Insidern als neuer CEO des helvetischen Aktionshauses „Splendor S.A.“ ins Gespräch gebracht.

Der geniale Manager will mit SPLENDOR der Uhrenindustrie mal so richtig Dampf machen.

B., Kopf und Seele von Marken wie Zenith, TAG Heuer oder Hublot äußerte sich mir gegenüber ungefragt nicht zu den Gerüchten, die in der Uhrenindustrie für ein Erdbeben sorgen werden. Aus wie immer gut informierten Kreisen ist allerdings zu hören, dass Jean-Claude mit diesem vielleicht letzten Wechsel seiner beruflichen Laufbahn den absoluten Gipfel der Haute Horlogerie erklimmen möchte.

Dieser stark vergrößerte Ausschnitt eines Privatfotos soll eine Astron Blue Discovery am Handgelenk von Jean-Claude B. zeigen.

(Jetzt Ex-)Freunden soll das Marketing-Genie anvertraut haben, dass er noch einmal „ganz oben“ mitspielen möchte. Wir alle wissen doch, dass es oberhalb solch kleiner Familienbetriebe wie Patek Philippe nur noch mit einem uhrmacherischen Flaggschiff wie der berühmten „Astron“ weitergehen kann.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Jean-Claude B. die Zeichen der Zeit (wie immer vor uns allen) erkannt hat, dass Quarz die neue Grande Complication der Uhrenindustrie sein wird. Wenn Gehäusegröße (Hublot) und Vernetzung (TH Connected) abgearbeitet sind, können nur noch Design und Qualität der Maßstab sein.

Wo soll ein Connaisseur (Sinn des Wortes der Redaktion ungefähr bekannt) wie er dies alles besser finden, als bei „Splendor“. Deren Modelle und Designs wurden dutzendfach von den Schweizer Uhrenschraubern kopiert und „hommagiert“. Beispiele dafür sind die „Astron Discovery Blue“ (von Breitling abgekupfert und mit einem unpassenden Manufakturwerk verschandelt) oder die wegweisende „Coriba“, der Rolex einfach eine Krone auf das Zifferblatt stempelte und sie seither als „Daytona“ verkauft.

Die unbestrittene Qualität der Astron-Modelle habe ich selbst in einem aufwendigen Test nachgewiesen: Hier nachzulesen. Mich wundert es nicht, wenn ein Macher wie Jean-Claude B. dem „Original“ vorstehen will. Dass er es leid ist, immer wieder Marken groß machen zu müssen und jetzt einfach mal nur Championsleague spielen möchte. Vielleicht steckt aber noch ein viel geschickterer Schachzug hinter dem Wechsel. Seit Jahren ist vom PR-Schlachtross bekannt, dass er, Zitat: „…endlich mal ins ADAC-Heftchen will!“

Auf diese Anzeigenseiten des Luxus-Magazins „ADAC Motorwelt“ soll B. scharf sein.

Doch die Werbeseiten dieser Hochglanz-Illustrierten sind streng limitiert und auf Jahre von einem kleinen Kreis exklusiver Anzeigenkunden (Treppenlift, Donaukreuzfahrt…) geblockt. Oder haben Sie jemals eine Annonce von Rolex, Breguet und Patek dort erblickt? Eben!

Sei es wie es ist, als Kopf von Splendor, an der Schaltstelle der horologischen Macht, hat B. dann die Präsenz in den Medien, die er für die nächsten Schritte benötigt. Dann hätten wir von Jean-Claude noch einiges zu erwarten: Der Angriff auf Rolex, die Übernahme von Patek Philippe oder die erste vernetzte Kuckucksuhr. Das Sondermodell „Discovery Depeche Mode“ oder Weltfußballer Ronaldo als Splendor-Markenbotschafter.

Wir dürfen gespannt sein, denn offiziell ist es ja nur ein Gerücht. Aber sagen Sie nachher nicht, Sie hätten es nicht gewusst. Denn spätestens auf der Baselworld 2018 bei der Einweihung der Splendor-Halle (ehemals Halle 1) wird der Branche das Lachen vergangen sein.

 

 

2 Comments

  1. Robert Lau sagt:

    Ein guter Start in den April 😂

    Gefällt mir

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