Der Härte-Test: „Discovery Blue“ von Astron (Sie wissen schon, die aus dem ADAC-Heft)


Nachdem ich in meinem kleinen Uhren-Blog schon Modelle so bekannter Marken wie Longines, Junghans, Montblanc oder Omega getestet habe, bin ich qualifiziert für die Königsklasse der Uhrenindustrie, vertreten durch die „Discovery Blue“ aus dem Hause Astron. Genauer gesagt aus dem Auktionshaus „Splendor-SA“ aus der Schweiz.

Astron 1Sie kennen diese Uhr nicht? Dann sind Sie nicht Mitglied im ADAC, denn in dessen Zeitschrift gehen die Schweizer auf Kundenfang. Mittels ganzseitiger Anzeigen und vollmundiger Reklametexte. Die entnehmen Sie bitte persönlich dem Foto, ich möchte Sie hier nicht wiederholen, weil ich Angst habe, dass alleine das Abschreiben meine Gehirnzellen unwiderruflich schädigen kann. Und immer dran denken: „Im Interesse aller Kunden bitten wir Sie, nicht mehr als drei Uhren zu bestellen.“ In Ihrem Interesse rate ich Ihnen…naja, dazu komme ich später.

49,00 Euro ist der Testpreis statt des Originalpreises von 329,- der nach dem 15.Juli wieder für die Uhr verlangt wird.

Und da hätten wir schon die erste faustdicke LÜGE: Stand heute (16.08.) wird die Uhr immer noch für den Schnapper von 49,-€ verkauft. Hui, wenn das der Abmahnanwalt sieht…

„Sie dürfen die Uhr auf jeden Fall behalten“ – wer hätte das gedacht.

Ich gebe zu, ich ließ mich unter Druck setzen, was man auch an dem grobmotorischen Entfernen der Seite aus dem genannten Heft erkennen kann. Ich war im Testfieber und wollte auf jeden Fall eines der begehrten Stücke mein Eigen nennen. Schnell über die Zahlungsmodalitäten schlau gemacht: 49,- plus 7,60 Porto inkl. Versicherung. Zollkosten sind im Preis inbegriffen. Na dann!

Bildschirmfoto 2016-08-16 um 16.30.35Warum kein Zoll fällig wird? Aus der Splendor SA in Zürich wurde auf der Reise die Splendor SA in Lottstetten – und das liegt in heimischen, deutschen Landen. Sollte das Paket nicht zustellbar sein, geht es jedoch zurück an die Splendor SA, postlagernd in Gottmadingen. Ich bin verwirrt und das nicht zum letzten Mal.

Vorfreude ist die schönste Freude (später stellte sich heraus, auch die einzige) und so ward ich auch voller Dankbarkeit, als mich am 17.06 die Bestätigung per Mail erreichte. Vor allem als ich so erfuhr, dass es ein „hohes Bestellaufkommen“ gäbe und sich die Wartezeit verlängern könnte. Könnte ich diese Abstinenz ertragen? Trost kam in Form der Wiederholung der Gesamtsumme: 56,60 Euro – auf Splendor ist Verlass. Auch die Folgemail vom 28. Juni stimmte mich glücklich: „Der Rechnungsbetrag in Höhe von EUR 56,60 wird wie gewünscht per Nachnahme von Ihrem Postboten eingezogen. Halten Sie bitte nur diesen Betrag bitte bereit, zusätzliche Kosten oder Gebühren entstehen Ihnen nicht.“ Ein seriöser Handelspartner also, schfreumisch.

Astron 11Astron 12Knapp einen Monat später (Sie wissen: hohes Bestellaufkommen) klingelte endlich der Postmann, und ich rannte mit meinen exakt abgezählten 56,60 zur Türe hin, um mein Harterspartes gegen das Schweizer Zeiteisen zu tauschen. Doch welch ein Schock, der Postillion verlangte 58,00 Euronen von mir. Irrtum? Wegelagerei? Inflation? Die zweite Lüge? Ich lieh mir von meiner Frau 1,40 Euro und hielt endlich das wertvolle Paket in Händen – in Form eines braunen Kuverts. Aha…eine exklusive Chronographenverpackung hatte ich mir anders vorgestellt. Doch der Inhalt sollte mich entschädigen. Sollte – tat es aber nicht.

Ich mache es kurz: Umkarton, Box, Papiere, Uhr – ein so genanntes Fullset. Vor allem bei den Papieren fühlte ich mich auch direkt full verarscht. Eine postkartengroße und völlig sinnfreie (da nicht adressierte) „Rechnung“, die nicht einmal einen Betrag aufweist. Noch leicht getoppt von der „Bedienungsanleitung“, die durch mehrfache Jagd durch den Kopierer an Schwärze gewonnen, aber an Lesbarkeit verloren hatte.

Astron 3Nun gut, ich will ja nicht unfair sein, ich bin für meine objektiven Tests bekannt. Also zu Schritt eins: Vergleich von bestellter Ware und geliefertem Produkt. Selbst der ambitioniert semi-professionelle Leser erkennt: Eine Ähnlichkeit zwischen Uhr und Abbildung ist vorhanden. Bei einem Fertigprodukt hätte der Hersteller „Serviervorschlag“ auf die Packung drucken müssen. Es ist eine Uhr, sie ist blau und – genau so hässlich wie die aus der Zeitung. Und trotzdem: Lüge Nummer 3. Denn nirgendwo in der Anzeige steht: „Abbildung ähnlich“ oder „Produkt kann optisch leicht abweichen“.

Vielleicht sagt jetzt der ein oder die andere: Was kann man denn für das Geld erwarten? Da antworte ich: Wenigstens nicht belogen zu werden.

Schritt zwei: der Praxistest

Astron 4Vielleicht reißt die Astron ja alles wieder raus, wenn ich sie erst am Handgelenk habe…wenn. Also hurtig das Band um ein paar Glieder gekürzt, so wie ich es schon hundertfach getan habe – zur Angleichung an meine 18,5 cm (Armumfang!). Ich greife zum Stiftausdrücker und…verbiege mir den Dorn. Zugegeben, es ist nicht das absolute Profi-Gerät, war aber bisher noch bei jedem Armband erfolgreich – bis die Astron kam.

Band ab, Werkzeug kaputt, Laune im Keller. Ach ja, das geschulte Auge hat bereits erkannt, dass sich die bicolore Färbung des Armbandes auf der Rückseite nicht fortsetzt. Das war also mit der in der Anzeige erwähnten „Teilvergoldung“ gemeint.

Somit war die erste wirklich peinliche Phase des Tests eingeläutet. Der Gang des Herrn Strohm zur Uhrmachermeisterin seines Vertrauens. Mit der Bitte, das Band seines neuen „Schatzes“ professionell zu kürzen. Ich musste ihr versprechen, dass ich weder ihr geschocktes Gesicht zeige, noch ihren Namen erwähne, um ihn nicht in Zusammenhang mit dieser Uhr zu bringen. Ich werde mich dran halten, Frau Walker, versprochen. Auch ihre fachliche Meinung zu diesem „Dings“ tut hier nichts zur Sache – ich bin ja der Tester! Nur so viel: Sie möchte sich nicht auf Astron-Revisionen spezialisieren.

Das Herauslösen der Stifte im Band ist übrigens nur der erste Schritt des Auseinandernehmens. Dann merkt man nämlich, dass die einzelnen Glieder noch ineinander verhakt sind, also auf der Rückseite aufgebogen werden müssen. Und dementsprechend nach der Montage wieder zurückgebogen – das verspricht gesteigerten Tragekomfort.

Astron 14Wo wie gerade davon reden: Was ist eigentlich drin im Gehäuse? Wie sieht es denn nun aus, das „Original Astron Präzisionsquarzwerk mit 5 Jahren Werksgarantie“? Also schnell mal den Deckel aufgeschraubt (Sie hören richtig – geschraubt, nicht gehebelt). Und siehe da, das „Original Astron“ ist irgendwie baugleich mit dem Miyota 6P00, vielleicht ist aber auch das eingestanzte „Japan“ ein Dorf in den Schweizer Bergen. Nett auch das gut lesbare „unadjusted“, was so gar nicht der Behauptung „Präszisionswerk“ entspricht. Ich lehne mich mal aus dem Fenster: Lüge Nr.4!

Nun aber an den Arm mit der Uhr und kräftig Knöpfen gedrückt. Und siehe da: Sie funktionieren. Also der eine, der obere. Er schaltet den Monat. Der untere ist sinnfrei oder für das optische Gleichgewicht, oder auch…Beschiss.

ABER: Keiner der kleinen Zeiger ist (wie eigentlich von mir erwartet) aufgemalt, sondern hat Gang und Funktion. Der Mond geht auf und unter, Datum und Wochentag schalten präzise um 00:00 Uhr zur einen Hälfte und um 04:00 Uhr zur anderen. Scheint die sogenannte „Astron-Zweisprung-Technologie“ zu sein. Aufregend.

Wie (er)trägt sich denn die „Discovery Blue“?

Astron 2Schon nach wenigen Sekunden wird man mit einer vorab nicht erwähnten Zusatzfunktion der Uhr konfrontiert: Das Band hat eine eingebaute Epilier-Funktion und glättet den linken Arm alles andere als schmerzfrei im rückwärtigen Bereich des Armbandes. An Stelle der Haare wird durch die Uhr ein leichter grauer Schleier auf das Handgelenk gelegt, sobald Metall und Schweiß eine innige Freundschaft beginnen. Haarentfernung, Transpirationsfärbung und Maso-Appeal – und das alles für unter 60,- Euro. Respekt.

Ich könnte jetzt noch was über die Schließe in Coladosen-Weißblech-Qualität sagen, über die nicht drehbare Lünette oder das doch sehr an Breitling angelehnte Design. Aber haben wir was anderes erwartet? Nein. Daher lieber noch ein High-LIGHT: Ja, sie leuchtet!! Perle, Zeiger, Indizes strahlen in (wahrscheinlich radioaktivem) Glanze. Das ist doch mal was.

Was man abschließend sagen kann…

Bei all dem Grausamen gibt es auch schöne Moment mit der Astron – zum Beispiel wenn sie wieder im Kästlein liegt. Und dann tut sie einem fast leid. So wie ein armes, hässliches Kind, das ja eigentlich nix dafür kann. Für all das Böse, was einem die Eltern so mitgegeben haben. Natürlich ist sie überteuert, das wäre sie auch noch bei 9,90 Euro. Aber ihr kleines Quarzherz schlägt wacker und auch ziemlich präzise.

Astron 13Als hässliches Entlein ist sie ungeliebt, man will sie nicht dabei haben, schon gar nicht am Arm. Man will sie auch nicht anschauen oder anfassen und schämt sich doch ein wenig dafür. Dabei sollten sich die schämen, die sie auf die Menschheit losgelassen haben. Und da wären wir beim eigentlichen Tiefpunkt dieses Uhrendeals: Eine solche Uhr mit Worten wie „Präzision“, „Exklusivität“ oder „Markenuhr“ einer Millionen-Leserschaft aufzuzwingen ist mehr als fahrlässig – es ist eine Frechheit.

Nein, eine Uhr muss nicht drei- oder vierstellig kosten. Die Discouter beweisen, dass ich eine passable und optisch ansprechende Quarzuhr auch für unter 20,- Euro bekommen kann. Eine Uhr, mit der ich mich nicht lächerlich mache, die nicht behauptet eine Eidgenossin zu sein. Die nicht in Schweinebauchanzeigen-Manier den Verbraucher desinformiert oder besser gesagt – verarscht und belügt.

Die Vermarktung ist ein wesentlich größeres Problem als die Uhr selbst. Punkt!

 Und um zu zeigen, dass ich auch hässliche Entlein mag, hab ich der Uhr ein paar schöne Bilder spendiert. Da sieht sie fast aus wie eine richtige… also, so wie fast eine…Uhr.

Haben Sie auch Erfahrung mit einer Uhr aus dem Hause Splendor gemacht? Dann bin ich auf Ihre Meinung gespannt. Unter allen Kommentatoren/innen und denen, die nur ihr Beileid ausdrücken möchten, verlose ich eine: „Discovery Blue“ von Astron. Sie haben richtig gehört. Ich schenke sie einem/ einer von Ihnen. Warum soll ich mir alleine verarscht vorkommen?

30 Comments

  1. uwe sperling.hamburg sagt:

    7.6.18.uwe-hatte keine Ahnung von irgendwelchen Bewertungen.ohne ADAC-Leser zu sein,habe
    ich mir die Freiheit genommen,mir seit vielen jahren die tv-14 Programmzeitschrift zu gemüte zu
    führen.und siehe da.eine ganzseitige anzeige splendor.sa.mehrfach.bestellte mir eine automatic
    mit aufziehbarer gangreserve führ 69.–plus nachnahme,hat geklappt.funtionert bis heute,später
    aufgrund erneuter unwiederstehlicher Werbung den solarbetriebenen Chronographen,den man
    ohnewiteres 4o tage in die Dunkelheit verbannen kann,geliefert und mit 75,..nachnahme-euro
    bezahlt.natürlich ausprobiert und für 2 nächte in die Dunkelheit verbannt.überraschung-als
    der Chronograph wieder das Tageslicht erblickte,meldete er eine glatte stunde Verspätung.
    als Sammler von nicht unbedingt ganzteuren herrenarmbanduhren,habe im Moment keine genaue
    Vorstellung,wie ich mich verhalte.soll ich diese eigenartige Firma mit einem immerhin multizier-baren
    gewinn davon kommen lasse? ich könnte mir aber auch den stress antun und auf Entschädigung
    klagen.nichts gegen tipps einzuwendeb

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  2. pbf/pressebbüro Gemünden sagt:

    Wir haben exakt -vor einem Jahr- am 16.Mai 2017 eine „Original-Präzisions-Mondphasen-Chronographen, Typ Black Star“ zum noch gültigen Services nach Gottmadingen gesand und erhielten diese nicht mehr zurück ! Mitteilung von Splendor: „Leider war ihre Uhr nicht mehr vorhanden (!!!!!!) und wurde deshalb gegen das neueste Modell ausgestauscht“. Dieses haben wir auch erhalten, es entsprach jedoch vom Stil her nicht der eingesandten „Black Star“. Damit Ihnen nicht auch die gleiche Enttäuschung zuteil wird,empfehlen wir, keine Erzeugnisse dieses Unternehmens zu erwerben.

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  3. Bernd D. sagt:

    Als ich eben den Beitrag las, musste ich genüsslich schmunzeln. 2013 hatte mich nach langen zähem Ringen diese Anzeige rumgekriegt, ein ähnliches Teil in der Schweiz zu ordern. Die nette Dame am anderen Ende der Telefonleitung mit ihrem schweizer, später anhaltinischen Dialekt, hatte glücklicherweise noch ein Exemplar für mich ausgegraben. Über Dessigen und Altagstauglichkeit des Gerätes mag man streiten. Jedenfalls hatte ich nach 3 Tagen keine Haare mehr dort, wo das edele vergoldete Armband saß. Seit dem habe ich mein Semigoldstück nicht mehr getragen- bis eben. Der Knaller war, als ich das kostbare Stück eben aus dem letzten Winkel der Schatulle holte: das Quarzherzchen schlug noch!!! Nach genau 5 Jahren. Die Zeitabweichung lag bei nicht einmal 3 Minuten. Nun bin ich doch froh, ein edeles, und technisch ausgereiftes Zeiteisen für nicht einmal 60€ zu besitzten. Eben eine „echte schweizer Uhr“.

    Viele Grüße von der Elbe

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  4. Peter Schlapa sagt:

    Danke, lieber Herr Strohm, Sie haben mich vor einem schweren „Schicksalsschlag“ bewahrt (ADAC,Motorwelt, Ausgabe 02/2018, Seite 57, Einführungspreis NUR 69.- EURO/Originalpreis 319,-E)

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  5. Edgar Warthun sagt:

    Mit diesen super Kommentaren über dieses ,,Schweizer-Japanische Machwerk“, einer so genannten -Hochqualifizierten – Uhr, da kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus.
    Das ganze müßte ja für den ADAC ein Jammerspiel sein. Aber hier zieht auch nur die Kohle!
    Da gibt es Werbegeschenke die ohne Tadel sind!!

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  6. Matthias sagt:

    Nun ich habe eure Texte alle gelesen und mich auch darüber amüsiert. Zu dem Gold auf der Vorderseite und auf der Rückseite nicht kann ich euch aus Erfahrung mit dem Modell von 2013 sagen, das sich das nach ca. zwei Jahren tragen ausgleicht und vorne wie hinten nur noch Silber ist.
    Habe wie gesagt das Modell von 2013 geschenkt bekommen und danach auch ca. 3Jahre getragen, das Uhrwerk ist zwar billig aber dennoch sehr zuverlässig, hätte ich nicht bei der Arbeit das Glas zerstört, das mir keiner wechseln will würde sie wahrscheinlich immer noch laufen.

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  7. Knaus Rudolf sagt:

    Habe die Uhr im Internet bei der Firma direkt bestellt und heute bekommen, es ist die Solar mit blauem Ziffernblatt, sieht eigentlich toll aus und noch funktioniert sie : – )
    Ja, klar, ein wenig nach Fake schreit sie schon, aber was solls..
    Die Glieder konnte der Uhrmacher ohne Probleme für 5 Euro kürzen,
    bin mal gespannt, was ich mit ihr erleben werde und post hier dann meine Erfahrungen!
    Gruß aus München!

    Ach ja, richtigen Müll bei Uhren kann man bei WISH kaufen.. uuuh!

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  8. Gero Kurtz sagt:

    Vielen Dank für den netten und lustigen Beitrag. Glücklicherweise konnte ich bisher immer der Versuchung widerstehen. Obwohl gerade im ADAC ein der Beschreibung nach toller Solar Chronograph von Astron für 69 € angeboten wird. Gibt es auch auf der Webseite von splendor-sa. Mit Anzeige der Gangreserve und eine Dunkelgangreserve von bis zu 4 Monaten!
    Ansonsten, na ja, was soll man für dieses Geld erwarten. Allerdings muss man sagen, die japanischen Uhrenwerke sind sehr zuverlässig. Normalerweise müsste auch eine Markenknopfzelle drin sein, meist von Sony. Der Lüge Nummer 4 kann ich nicht ganz folgen. Das Wort „Unadjusted“ steht auf dem Uhrwerk nur wegen zollrechtlichen Dingen und hat Bedeutung für die Einfuhr in die USA. Ansonsten ist bei Quarzuhren ohnehin nicht viel zu justieren, da die Quarze schon kalibriert aus der Maschine kommen, ebensowenig die FlipFlops und der Schrittmotor. Das Uhrenwerk Miyota 6P00 kostet im Internet so um die 20 Dollar. Dazu kommt dann noch das Gehäuse usw. Der Schraubdeckel ist ja qualitativ höherwertiger als ein Sprungdeckel.
    Insgesamt denke ich aber man sollte lieber ein paar Euro mehr ausgeben. Für unter 100 Euro bekommt man beispielsweise von Casio wirklich gute Uhren. Und mein Chronograph von MC läuft schon seit 25 Jahren, dabei hat er damals nur 99 DM gekostet.

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  9. Jeanslady54 sagt:

    Hallo,
    der gesamte Kommentar entspricht dem, was wir auch erfahren haben. Von Qualität kann hier keine Rede sein. Das Armband ist an den Rändern auch sehr kratzig. Mal sehen, was die Garantie verspricht, ob es auch so ist.
    Die Bedienanleitung ist echt der Knaller. Haben die Uhr dann biem Uhrmacher einstellen lassen. Heute ist der 1.5.2017, die Uhr hat sich nicht alleine umgestellt. Den komischen Zettel „Bedienanleitung“ haben wir nicht mehr, weil wir dachten, einmal eingestellt – alles o. k. Das war ein Fall von „Denkste“. Kann mri jemand sagen, wie wir die Uhr (Datum/Tag) einstellen?
    Finde es schäbig, daß der ADAC sich dafür in seinen Ausgaben hergibt, solche Angebote drucken zu lassen.

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  10. Michael Eggers sagt:

    Vielen Dank für die sehr feine Uhrenvorstellung. Ich halte mir hier gerade den Bauch vor Lachen !!
    Der eingebaute Epilierer ist ein Kracher…..

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  11. Christoph Speis sagt:

    Herrlich! Der Text ist umwerfend. Ich hoffe mit meinem Kommentar lange genug gewartet zu haben, damit der Kelch (also der Gewinn dieses formschönen Zeiteisens) an mir vorüber geht. Aber eine Sache muß ich der Firma Astron zugute halten. Man hat lediglich einen Dilettanten als Fotografen beschäftigt. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass auf der abgebildeten Uhr, in der aussagekräftigen Anzeige, zwischen der „Fünf“ und der „Sechs“ eine 130 der Tachymeterskala zu erkennen ist.
    Demnach ist der „Serviervorschlag“ tatsächlich überflüssig. Nichts desto Trotz bin ich froh, dass ich der Versuchung, einen solch hochkarätigen Chronographen mein Eigen zu nennen, widerstehen konnte.

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  12. Raimo Radtke sagt:

    Habe auch dieses „Super Schnäppchen“ gemacht. Nach ca.10 Monaten geht die Uhr andauernd nach. Ich hoffe nur das es die Batterie ist… Werde es morgen überprüfen lassen…

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  13. Kaufen !! und mit dem Treppenlift eine Weltreise machen, sie hat es sich verdient, einmal an die frische Luft und in die große, weite Welt zu kommen .

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  14. seinereiner sagt:

    ich warte erst bis 15.0ktober dann bekomme ich die Bessere für 329 Euronen und kann mit dem
    Preis angeben .

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  15. Claudia sagt:

    Hallöchen.
    Mittlerweile wird die Uhr auch in anderen Zeitschriften angeboten.
    Gültigkeit des super günstigen Preis, bis 15.10.2016. Super Schnäppchen .Noch ist mein Mann ganz heiß drauf. Wahrscheinlich bis er Ihren Test gelesen hat

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  16. schneider thomas sagt:

    Hallo!
    Wunderbar!
    Die Uhr?
    Naja, nein der Text. Und Frau Walker?
    Grüßen Sie sie von mir herzlichst (Stichwort Mechanica M1)
    Ich werde die weltbewegende Astron nicht von der Bettkante stoßen.
    🙂
    Herzliches Dankeschön aus dem verregnetem Tyrol,
    thomas

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  17. wundervoll, jeden Cent wert und nicht zu übertreffen, der Test.
    Danke sehr

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  18. C.B. sagt:

    Hier! Ich! Ich mag Sie. Ich mag sie nicht wegen der Optik. Ich mag sie nicht wegen der Werbung. Nein. Ich mag die Uhr weil Sie mir nach Ihrem Text einfach nur UNENDLICH Leid tut. Das meine ich ernst.

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  19. Gunnar sagt:

    Geil, auch ich habe schon mit einem Lächeln die Anzeige in der Motorwelt gelesen und mich gefragt, wer denn so dusselig ist und so eine Zwiebel kauft.
    Aber es gibt sicher die Oma, die für ihren Enkel diese geile Uhr kauft und dieser sich zum Geburtstag freuen muss..
    Ich hatte mal eine Freundin, die mir, trozdem ich schon eine Datejust hatte, so eine vergoldete schmuckuhr schenkete und sich wunderte, warum ich sie nicht tragen wollte. Ich habe mich von der frau getrennt. nicht nur wegen der Uhr.

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  20. Kardinal sagt:

    Ich sitze hier in Bangkok, der Hochburg schlechter Fakes und verschlucke mich vor Lachen über Ihr gequältes Gesicht mit diesem Machwerk am Arm! Als Wettbewerbsrechtler setze ich die Astron-Werbung übrigens in meinen Vorlesungen gern ein!

    Danke für diesen klasse Text!

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  21. Matthias sagt:

    Ich wische mir gerade die Tränen weg. Toller Test.
    Als ADAC Mitglied habe ich mir schon überlegt nur wegen dieser Werbeanzeigen, welche das meist ältere Puplikum einlullen soll, meine Mitgliedschaft zu kündigen.
    Habe zwar nur wenig Ahnung von Uhren, und glücklich mit nur einer Uhr vn Davosa, welche leider kene Batterie hat und nach zwei Tagen immer stehen bleibt, aber hier zeigt sich wieder einmal, wie man unter dem Deckmantel einer grossen, sogar der grössten Zeitschrift in Europa einfach verarscht weit.
    Weiter so!

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  22. Beam_Ho sagt:

    Absolut klasse Test! Vielen Dank für den Mut, die Mühe und den tollen Text! Habe beim lesen mehrfach herzhaft lachen müssen.
    Und interessanterweise wird schon im Werbetext die (nicht abgebildete, aber gelieferte) Tachymeterskala genannt…

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  23. Eric sagt:

    Ich finde das gemein! Da haben sich ein paar Eidgenossen extra für den gemeinen deutschen ADAC Leser etwas tolles ausgedacht und nun wird der bezahlbare und sogar noch durch Frühbucherrabatt noch günstigere Teilgoldschatz hier so verrissen! Zeit ist geduldig und diese Geduld sollten wir auch dieser Ausnahmeuhr zuteil werden lassen! 🙂

    Ich hatte schon immer etwas für Außenseiter über …

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  24. Auch auf die Gefahr hin, dass ich nachher eine „Astron“ an der Backe habe…möchte ich doch mein Beileid ausdrücken ;-P

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  25. Robert Lau sagt:

    Das ist doch eine Multifunktionsuhr, wie sie im Buche steht: Zeit, Mond, Haarentfernung, Hautcoloration, soziale Kontakte durch Aufsuchen eines Uhrmachers.
    Nun geben Sie der Schönheit doch eine Chance am Lederband – falls es funktionsfähige Federstege geben sollte. Dann wäre sie doch gut für viele pannenfreie Jahre 😉.
    Ich gäbe ihr eine Chance….

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  26. Kay sagt:

    Wunderbar geschrieben und den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Die Vermarktung der Uhr scheint ähnlich der Ticker vom „hundertdreiundzwanzig-Fernsehen“.

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  27. Herrmann sagt:

    Das mit dem vorne Gold hinten nicht… ein Witz des Herstellers?
    Unter aller Sau.

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  28. Fabien sagt:

    „So wie ein armes, hässliches Kind, das ja eigentlich nix dafür kann.“ Made my Day! Habe mich herzlich amüsiert! Danke für diese Uhrenvorstellung. 🙂 🙂 🙂

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