In den Foren gibt’s auf die Ohren


Der werte Leser ist nun per Definition onlineaffin, sonst würde er nicht an dieser Stelle meinen kleinen Uhrenblog lesen.

Und so gehe ich davon aus, dass mit Hilfe von Herrn Google auch die ein oder andere Quelle der Erkenntnis rund um das Thema Uhr aufgetan wurde. Neben ebay oder Online-Händlern als Beschaffungsorgane für den ständigen Uhren-Nachschub, wurden Sie bestimmt auch schon auf so manches Uhrenforum aufmerksam.

So viele gibt’s jetzt im deutschen Netz nicht und nur eine 2,5tel Handvoll, die ich für verfolgenswert erachte.

Da haben wir einmal die „watchlounge“ der eventus3 GmbH mit rund 24.000 angemeldeten Mitgliedern. Und zum anderen das „Uhrforum“ mit knapp 39.000 Nutzern, das von Lukas Zero betrieben wird.

Nun mag sich jeder selbst ein Urteil über Inhalt und Qualität machen, das sollte hier auch nicht Thema sein. Ich möchte aus meiner jahrelangen Mitgliedschaft in den verschiedensten Foren nur auf ein paar Dinge aufmerksam machen, die beim „rumforen“ nützlich sein könnten.

Hier meine ganz subjektiven 10 Tipps für den Umgang mit und in Foren:

  1. In Foren wird viel geredet und manchmal, wirklich nur manchmal ist auch was Brauchbares dabei.
  2. Foren dienen der Unterhaltung und nicht dem Beweis persönlicher Kompetenz.
  3. Die meisten Antworten auf eine von Ihnen gestellte Frage beginnen mit: „Davon habe ich zwar keine Ahnung, kann aber sicher sagen, dass…“
  4. Eine Extremform dieser Kommentatoren sind die sogenannten „Trolle“, die einfach Unruhe stiften wollen. Diese bitte nicht füttern.
  5. Die „Kompetenz-Währung“ in Foren ist die Anzahl der Beiträge der Mitglieder. Wer also über 1.000 Beiträge geschrieben hat, gilt per se als Experte. Auch wenn der Erguss nur aus einem Smiley bestand.
  6. „Du kennst mich doch aus’m Forum“ ist kein Ersatz für ein persönliches Kennenlernen. Vor allem nicht, wenn Sie von „knorke69“ eine 5.000 Euro Uhr kaufen möchten.
  7. Die Götter der Foren sind die Admins, sie bestimmen was gelöscht und wer gesperrt wird. Sie haben Hausrecht und damit das Sagen. Das ist manchmal weder objektiv noch zielführend – aber so sind die Spielregeln.
  8. Dann gibt’s noch die Moderatoren, die in größeren Foren von den Administratoren eingesetzt werden, um bestimmte Bereiche zu „moderieren“. Leider verwechseln sie dies oft mit „über den Mund fahren“ und verteilen gerne ihre ganz persönliche Meinung.
  9. In vielen Foren sind Marktplätze oder neudeutsch Salescorner angeschlossen, in denen themennahe Produkte von Privat an Privat verkauft werden. Das macht die Waren um keinen Deut echter als im Rest des Internet.
  10. Letztendlich: Nicht alles so ernst nehmen, was man in den Foren erlebt. Es geht um den Spaß am gemeinsamen Interesse. Die Bandbreite der Mitglieder spiegelt das normale Leben wieder. Nicht mehr und nicht weniger.

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