Eine Speedmaster gehört in jeden Haushalt!


Die Uhrenbekloppten unter meinen Lesern (also Sie alle) werden es kennen: Es gibt Uhren, die wird man nicht los. Und damit meine ich nicht die erfolglosen Verkaufsversuche bei eBay, sondern die emotional-materialistische Bindung des Besitzers an einen Zeitmesser. Wir alle kennen das vom Lieblings-T-Shirt, unserer löchrigsten Jogging-Buxe oder dem ollen Ferrari 250 GTO, von dem man sich nicht trennen kann, weil’s halt der erste von rund zwei Dutzend italienischen Sportwagen in der Garage war.

Auch ich habe eine solche Uhr (neben der Submariner, der JLC Reverso und der Navitimer), die immer wieder geht und kommt und geht und… Zugegeben, in verschiedenen Kleidern und Farben, aber immer steht dieses magische Wort drauf: Speedmaster.

Diese Omega darf in keinem Haushalt fehlen! Meine erste Speedy war eine „Reduced“ also eine etwas kleinere Automatic, damals noch für schmales Geld und für das schmale Handgelenk. Wirkt heute wirklich etwas zierlich mit knapp 39 mm.

Omega Speedmaster

Die nächste war dann schon ausgewachsen. Bei dem Alter kein Wunder, war sie doch schon knapp an die 50. Ich litt damals an „pre-moon-struellem Syndrom“ (ich entschuldige mich für dieses bittere Wortspiel, auch im Namen meiner Familie). Kaliber 321, heute hoch begehrt und eine der Ikonen der Uhrenindustrie. Hab ich viel reingesteckt und zum Schluss wenig getragen (aber beim Abschied viel geweint).

Omega Speedmaster Prof1

Zwischendurch wurde es dann mal variabel, was die Zifferblätter anbetrifft. Zu meinem Beuteschema gehörten die Farbe weiß und braun.

Speedmaster weiß2

Omega Speedmaster braun1

Und ich frage mich gerade in dieser Sekunde, da ich die Bilder sehe, warum ich sie habe gehen lassen. Mich dünkt, das Hirn eines Sammlers arbeitet zeitweise nur eingeschränkt. Ausgefallen wurde es zwischendurch nicht nur beim Zifferblatt, nein auch das Gehäuse kam abwechslungsreich daher. Einmal in schwarz, von mir gekleidet in DLC. Und auf dem Höhepunkt meiner Wertmetall-Phase besaß ich sogar eine roségoldene  Speedy, die so gar nichts mehr mit dem schnöden Arbeitsgerät der Astronauten zu tun hatte.

Omega Speedmaster DLC8

Omega Speedmaster rosegold - Kopie

Kommen wir noch schnell zum dritten optischen Varianten-Bereich der Speedy (nach Zifferblatt und Gehäusematerial): den Zeigern. Ich muss zugeben, gerade bei meinen neusten Errungenschaften kommt mir das Zeigerspiel in seiner klassischen Form fast etwas einfallslos daher. Zu krasses weiß auf schwarz. Und so habe ich schon vor einigen Jahren die „Broad Arrow“ für mich entdeckt, den breiten Pfeil.

Omega Speedmaster Chrono

Weißes Zifferblatt in Kombination mit gebläuten Zeigern, das hat was. Für mich eine der schönsten Töchter aus dem Hause Omega. Soeben schreibe ich auf meinen geistigen Einkaufszettel: „Bavaria“ zurückkaufen.

12485961_886234444826153_4177115703710943974_oSo, und nun ist wieder eine (naja, es sind eigentlich zwei) Speedmaster in meinem Uhrenkästchen angelangt: Ein 20 Jahre alter Rocker, ohne Papiere aber in gutem Zustand. Eine für alle Tage, am Vintage-Leder.

Und eine neue Co-Axial in über 44 mm, mit dem 9300 drin. Weil die mich interessiert hat, von der Technik und von der Größe. Beide auf Ihre Art ein Kracher. Und nicht mehr zu vergleichen.

omega Speedmaster Coax2

Mir juckt es ab und zu in den Fingern, wenn ich die neuen Moonwatches sehe, die Dark Side, Grey Side, Ober- und Unterseit und was es noch so alles für Seiten auf dem Mond gibt. Black Black, Sedna Black, Pitch Black und vor allem die Vintage Black.  Schön, wirklich – auch wenn Nicht-Speedy-Kenner spätestens jetzt wieder an einen Scherz von Herrn Strohm glauben. Nein, diese Uhren gibt es wirklich.

snoEs fehlt mir aber eigentlich nur eine, ich bin ehrlich: zwei zu meinem Glück. Sie sind die Kombination aus einer meiner Lieblingsuhren und meinem absoluten Lieblings-Schauspieler. Dem berühmten Charakter-Darsteller und nebenberuflichem Beagle: SNOOPY.
Ja, eine Snoopy muss her. Die einzige Uhr, für die ich im Moment bis an die Schmerzgrenze gehen würde. Vor allem bei der neuen, der Silver-Snoopy. Dieser wunderbar durchtrainierte Hundekörper auf dem weißen Zifferblatt (und auf dem rückseitigen Deckel) – ein Traum.

Daher nun der Aufruf an alle Snoopy-Besitzer (Uhr, nicht Beagle), die ihr jetzt diesen Artikel lest. Zeigt eure Begeisterung über diesen Blogbeitrag durch Abtretung eurer Uhr an euren Lieblings-Uhrenblogger (oder an mich!). Ich werde euch auch in dem darauf folgenden hymnischen Bildbeitrag über diese Uhr wohlwollend erwähnen. Wenn das kein Angebot ist.

Ich warte.

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